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Wirtschaftlichkeit und Finanzierung

Die Wirtschaftlichkeit eines Photovoltaikparks wird von unterschiedlichen Faktoren geprägt. So kann der Investor bereits in der Planung durch kleinere Modifikationen größere Veränderungen in der Rendite bewirken.

Entscheidend neben der reinen Projektgröße, die auch Rabatte bewirken kann, ist auch die Wahl der Modultechnik. In diesem Zusammenhang stellt sich insbesondere die Frage zur Herkunft des Lieferanten. Ausländische Anbieter sind oft in der Position Anlagen günstiger anzubieten, jedoch tun sich einige Banken bedeutend schwerer mit der Finanzierung exotischer Module.
Ein zweiter wichtiger Aspekt in der Planung einer Photovoltaikanlage entfällt auf die Wahl der Wechselrichter. Zu seinen Aufgaben gehört die Bewerkstelligung der sinusförmigen Stromeinspeisung genauso wie die eigentliche Funktionskontrolle der Anlage.
Darüber hinaus wird über den Wechselrichter die stetige Anpassung der Photovoltaikanlage zum optimalen Arbeitspunkt (MPP = Maximum Power Point) vorgenommen.
Ein falsch dimensionierter Wechselrichter kann daher zu massiven Ertragseinbussen führen

In die Berechnung der Investitionskosten fließen neben den Modulkosten auch folgende Punkte mit ein:

  • Wechselrichter
  • Grundstückskosten
  • Fundamente
  • Unterkonstruktionen
  • Trafo
  • Einzäunung bzw. Umfriedung
  • Montage und Sonstige Kosten


Neben den Investitionskosten bilden die Betriebskosten über die Laufzeit eine wichtige Kalkulationsgrundlage für die Wirtschaftlichkeit. Zu diesen Kosten zählen neben den betriebswirtschaftlichen Posten, auch die Wartung, Reparatur sowie Versicherung. So belaufen sich die jährlichen Betriebskosten auf grob 2% p.a. der Investitionskosten.

Allen genannten Ausgaben stehen in der Regel nur die zu erwartenden Einnahmen des Solarparks gegenüber. Wodurch eine besondere Bedeutung der richtigen Simulation bzw. Berechnung des zu erwartenden Ertrages zugewiesen werden muss. Erste nicht unbedingt belastbare Ansätze liefern in vielen Regionen bereits Wetterkarten. Für eine präzise und belastbare Planung ist jedoch eine genaue Simulation unter Berücksichtung aller relevanten Wetterdaten sowie dem Einfluss des Umfelds und der Module durchzuführen. Dabei sollten wenn möglich alle Verschattungspotentiale der Anlage berücksichtigt werden.

Zu Beantragung des Kredites, sollte neben einem vollständigen Angebot, unter Angabe aller verwendeten Komponenten, auch ein Verschaltungsplan vorgelegt werden. Ergänzt werden diese Unterlagen durch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung auf Basis des prognostizierten durchschnittlichen Jahresertrages unter Berücksichtung der zu erwartenden Betriebskosten.

In Abhängig von der Bank und der Größe der Anlagen ist es zudem nicht unüblich, dass die Kreditunternehmen den Abschluss eines Wartungsvertrages, um geringe Ausfallzeiten und eine hohe Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten, voraussetzen.